Seite drucken Pressenotiz Gemeindeversammlung


Pressenotiz Gemeindeversammlung vom 12. Dezember 2011

«Reutigen gehört nun den Top Ten an»

Die Stimmberechtigten von Reutigen haben das mit einem kleinen Verlust abschliessende Budget genehmigt. Gemeindeverwalter Simon Mani unterlegte mit Vergleichszahlen die Attraktivität «seiner» Gemeinde.

73 an der Gemeindeversammlung von Reutigen anwesende Stimmberechtigte (von total 747) nahmen das vom Gemeinderat beantragte Weihnachtsgeschenk dankend an: Der Steuersatz wird von 1,7 auf 1,65 Einheiten gesenkt. Seit 2005 ist der Satz somit von damals 1,94 in vier Schritten auf den heutigen Stand gesenkt worden. Die Jahresrechnungen der letzten acht Jahre hatten alle positiv abgeschlossen.

«Die Gemeinde ist schuldenfrei, und das Eigenkapital von gut einer Million Franken entspricht rund 12 Steuerzehnteln», erklärte Gemeindeverwalter Simon Mani. Und Ressortchef Niklaus Götti erläuterte: «Nach vorübergehenden Aufwandüberschüssen wird sich laut unserem Finanzplan die Rechnung 2015 wieder ausgeglichen präsentieren und das Eigenkapital 2016 sich bei rund 850000 Franken einpendeln.»

Für Zuzüger attraktiv

Bei einem Ertrag von 3,86 Millionen Franken rechnet das Budget 2012 trotz dem um ein halbes Zehntel gesenkten Steuersatz nur mit einem Verlust von 37100 Franken. Die Liegenschaftssteuer (1,2 Promille des amtlichen Wertes) und sämtliche Gebührenansätze bleiben unverändert. «Punkto finanzieller Attraktivität gehören wir im Vergleich unter den Gemeinden sowohl im Verwaltungskreis Thun wie auch im Verwaltungskreis Frutigen-Niedersimmental nun den Top Ten an», erklärte Simon Mani.

Entsprechend gross sei die Nachfrage von potenziellen Zuzügern. «Denn auch unsere Infrastruktur ist intakt, das Problem ist einzig der fehlende Wohnraum. Aber wir hoffen, etwa im Jahr 2016 die 1000er-Schwelle zu knacken. Momentan hat Reutigen 970 Einwohnerinnen und Einwohner.»

Steigende Investitionen

Die Nettoinvestitionen fallen im kommenden Jahr mit 482000 Franken um rund 100000 Franken höher aus als 2011. Die Investitionen in den spezialfinanzierten Bereichen Wasser/Abwasser würden durch die Anschlussgebühren ausgeglichen, wurde an der Versammlung orientiert.

Beim geplanten Bau der neuen Wasserleitung vom Pumpwerk Zwieselberg bis Reservoir wird mit Nettoinvestitionen von 468000 Franken gerechnet.

400000 Franken für Sanierung

Beim gut 30-jährigen Gemeindehaus stehen Sanierungsarbeiten an der Aussenhülle bevor: Eine neue Fassade und der Ersatz der Fenster, aber auch energietechnische Massnahmen sowie neue Lamellenstoren sind geplant. Inklusive der Umgebungsarbeiten (neuer Belag, Aufhebung der Böschung und Schaffung von Lagerplatz für den Werkhof) wird mit Kosten von 400000 Franken gerechnet. Der beantragte Verpflichtungskredit fand diskussionslos Zustimmung.

Im Anschluss an die Gemeindeversammlung informierten Lokalhistoriker Erich Liechti aus Wimmis und der Reutiger Alt-Förster Arnold Krebs über den Simmenfluhbrand von 1911 (wir haben über dieses 100-Jahr-Jubiläum berichtet). Und der Gemeindepräsident Beat Wenger konnte sich über die grosse Präsenz an der Versammlung freuen, die wohl auf den Vortrag zurückzuführen war. Peter Rothacher, Berner Oberländer

Weiterführende Links zu diesem Thema:
Pressenotiz-Archiv


nach oben nach oben